Charles Spencer veröffentlicht Diana-Memoiren
In den Memoiren von Charles Spencer über Prinzessin Diana wird König Charles III. Kälte vorgeworfen und Konflikte innerhalb der Königsfamilie geschildert.

Was Charles Spencers Buch behauptet
Charles Spencers Memoiren Swan Song wurden am 22. September 2026 veröffentlicht. Wie Blick berichtet, schildert das Buch Dianas Ängste, ihre zerüttelte Ehe mit dem damaligen Prinz Charles und Auseinandersetzungen mit der Königsfamilie. Spencer war Dianas Bruder.
Das Buch beschreibt eine Notiz, die Dianas Anwalt, Lord Mishcon, nach einem Gespräch am 30. Oktober 1995 verfasste. Diana habe demnach befürchtet, dass jemand versuchen könnte, sie bei einem inszenierten Autounfall zu töten oder schwer zu verletzen. Mishcon deutete diese Ängste als Anzeichen von Paranoia.
Die Memoiren enthalten auch private Bemerkungen, die Diana angeblich über ihre Ehe gemacht haben soll. Sie berichtete Spencer demnach, ihr Mann habe sich in einen männlichen Bediensteten verliebt. Das Buch nennt den Bediensteten nicht, und Spencer hielt die Behauptung für unwahrscheinlich. Einige Royals-Kommentatoren spekulierten laut Blick, der Mann sei Michael Fawcett, ein ehemaliger Kammerdiener von Charles.
Behauptungen über Charles und Diana
Spencer schildert, dass Charles Diana kurz vor der Hochzeit sagte, er sei nicht wirklich in sie verliebt. Die Hochzeit fand am 29. Juli 1981 statt. Eine weitere Passage besagt, dass Charles sich nach der Verlobung über Dianas Taille äußerte, woraufhin sie Spencer sagte, dass ihre Bulimie begann. Das Buch verknüpft die Bemerkung mit ihrer wachsenden Sorge um ihren Körper und ihr Gewicht.
Spencer schildert auch Charles’ Reaktion nach Dianas Tod bei einem Autounfall in Paris am 31. August 1997. Demzufolge klang Charles während eines Telefonats mit Spencer erleichtert. Spencer deutet diese Reaktion im Zusammenhang mit Charles’ Hoffnung, Camilla Parker Bowles zu heiraten.
Bei Dianas Beerdigung 1997 versuchte Spencer laut Buch, William und Harry davon abzuhalten, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London zu gehen. William war 15 und Harry 12 Jahre alt. Spencer hielt den Zugrauf für grausam, doch Charles setzte sich durch.
Der Familienstreit von 1992
Eine separate Passage betrifft die Beerdigung von Spencers Vater im Jahr 1992. Charles soll Spencer gesagt haben, er sei glücklich, so früh zu erben, da Charles noch auf das Erbe von seiner Mutter, Königin Elizabeth II., warte. Spencer sagt, Charles habe sich beschwert, wie ein Kind behandelt zu werden, und habe während des Gesprächs mit dem Fuß aufgestampft. 20min berichtete, dass Spencer das Verhalten mit dem eines schlecht erzogenen Kleinkinds verglich.
Das Buch wiederholte auch Vorwürfe, dass BBC-Journalist Martin Bashir Diana und Spencer gesagt habe, der Sicherheitsdienst MI5 überwache Diana und die Königsfamilie sei in Verschwörungen verwickelt. Eine Behauptung betraf Tiggy Legge-Bourke, die sich während der Ferien um William und Harry kümmerte. Demzufolge behauptete Bashir, Charles habe ein Kind mit ihr gezeugt und sie habe eine Abtreibung vorgenommen. Die Memoiren machen deutlich, dass dies Bashirs Behauptung war und kein Beweis für eine Affäre. Tiggy erhielt später eine Entschuldigung und finanzielle Entschädigung von der BBC, wie Blick berichtete.
Ein Palastsprecher antwortete auf eine andere Passage mit den Worten, dass Trauer das Urteilsvermögen und das Gedächtnis beeinträchtigen kann, selbst viele Jahre nach einem Verlust. Spencer schreibt, dass er noch viel mehr über Charles zu berichten habe.